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Mein innerer Kritiker ist mittlerweile mein Freund geworden

Selbstwert steigern und stärken

 

Tagein und tagaus hatte ich diese Stimme in mir, die mir ständig gesagt hat was nicht mit mir stimmte. Kennst Du das auch? Diese Stimme war nicht nur kritisch, nein, sie war verletzend, erniedrigend und manchmal ziemlich hart. Ich litt unter ihr und gab dem Gesagten ständig recht. Ich begann mich unter dieser Stimme immer mehr mies und schlecht zu fühlen.

 

Mein Selbstwertgefühl war und blieb niedrig und es gab wenige Momente, wo ich mich als Person wert- und liebevoll fand. Ich hatte ständig das Gefühl nicht in Ordnung zu sein, hatte Scham- und Schuldgefühle und konnte Komplimente nicht annehmen. Ich bewertete Blicke und Gesten gegen mich und nahm alles persönlich. So oder so machte ich mir ständig Gedanken, was andere von mir hielten.

 

Wie mein innerer Kritiker entstanden ist?

Ich kann heute gar nicht mehr sagen welche Ereignisse und Herausforderungen in meinem Leben genau dazu geführt haben, dass ich ein zu niedriges Selbstwertgefühl entwickelt habe. Ich weiß aber, dass ich schon als Kind von ca. 7 Jahren anders sein wollte. Damals schrieb ich zu den guten Vorsätzen in der Silvesternacht, dass ich abnehmen will, mehr Sport machen will und lieber sein möchte. --> Welches Kind hat solche Sorgen mit 7 Jahren?! Schon während der Schulzeit war ich unsicher und war froh Freunde zu haben und dazu zu gehören.

 

Ich habe mal gelesen, dass unser innerer Kritiker eine Art Schutzmechanismus ist (was erstmal schwer zu glauben ist bei der Art an Kommunikation). Wenn wir uns aber vorstellen, dass diese Stimme, die uns kritisiert, uns eigentlich schützen möchte, weil sie genau weiß, dass wir frühere Situationen erlebt und falsch gedeutet haben, klingt das erstmal paradox.

 

Dass heißt, diese Stimme, also unsere eigene Warnstimme ist deshalb so kritisch und nörgelig, weil unser Unterbewusstsein vermeiden möchte, dass wir uns noch einmal evtl. hilflos, ausgeliefert, abgelehnt und/oder ausgegrenzt fühlen, wie früher! Dieses Verständnis hat mir sehr geholfen nicht gegen die Stimme zu kämpfen oder ihr zu glauben sondern sie immer mehr zu lernen anzunehmen und ihr zu versichern, dass alles gut ist. Das war nicht immer leicht und dauerte lange.

 

Was wir tun können um den Kritiker zu besänftigen?

 

Also, die gute Nachricht ist, dass wir den inneren Kritiker zum Schweigen bringen können. Wir können lernen, die Stimme nach und nach zu einer aufbauenden und positiven Stimme zu ersetzen. 

Indem wir bewusst die Situationen erkennen in denen sich die Stimme meldet, können wir differenzieren, um welche Ängste es sich handelt. Das ist nicht immer leicht und kommt einem am Anfang überwältigend vor, weil sich die Stimme gefühlt immer meldet. 

 

Sich mit Affirmationen oder Autosuggestionen zu überschatten hilft nichts, denn darunter liegt ja immer noch der alte Glaubenssatz. Das ist wie Sahne auf Sch..... sprühen :)

 

Vielmehr sollten wir nach und nach immer wieder üben aufbauende Sätze zu uns sagen, ja, auch einen inneren Dialog anfangen wie z.B. "ich bin doch gar nicht so schlecht" oder "das war aber gut jetzt". Das Positive benennen und lernen zu sehen. Die Medaille hat immer zwei Seiten. Unser Umfeld und unsere Freunde sollten unseren Selbstwert stärken und nicht schwächen. Dass heißt, das wir genau hinschauen sollten wo uns Energie gezogen wird und wo wir sie bedingungslos bekommen.

Nach und nach kommen wir an die Schichten und an die verletzenden Situationen in unserem Leben und können diese auflösen, beweinen, betrauern und loslassen. Denn das ist der Schlüssel zu mehr Selbstbewusstsein, Selbstwert und Selbstachtung. Die Vergangenheit annehmen lernen, um sie innerlich los zulassen und unseren Weg liebevoll zu korrigieren - that`s it.

 

Ich wünsche Dir viel Kraft und Stärke Deinen wahren Kern, der schon immer da war, zu entdecken und ihn der Welt zu zeigen!

 

Wenn du Fragen hast oder noch Tipps brauchst, dann melde Dich bei mir. Gemeinsam können wir schauen ob ich Dir mit meiner Arbeit helfen kann. 

 

In voller Wertschätzung und Liebe, Deine Dajana.